U20-Frauen-WM – Deutschland – Südkorea (29.07. 15:30 Uhr) (Liveblog)

[17:40] Tolles Interview mit Svenja Huth und Maren Meinert nach dem Spiel. Ok typisch Mann jetzt aber Huth trägt als Spielerin mehr Makeup als Trainerin Meinert. Huth sehr sympathisch, analysiert das Spiel treffend und was mir am meisten auffällt: Frauen scheinen in der Lage zu sein, ein Interview ganz ohne “Ja, gut…” zu bestreiten. Alleine dafür sollte man sie mögen ;-)

[17:23] Endstand Deutschland-Südkorea – 5:1 – Klare Sache. Wir sehen uns am Sonntag 15:00 Uhr hier in Bielefeld :-)

[17:04] Knapp über 18.000 Zuschauer. Der Eurosport-Reporter hat über 20.000 geraten, ich 17.000 gestern in diesem Beitrag (nicht mehr zu sehen aber war so, ich schwör’s ;-) ) – damit lag ich näher dran und back mir ein Eis drauf ;-) Für Bielefeld sind angeblich noch 2500 Karten verfügbar. Jetzt kaufen!

Ganz nebenbei: die scheiß Vuvuzelas in Bochum regen mich auf. Es klingt nach ungefähr zwei oder drei Stück, die beschallen aber das ganze Stadion. WARUM wird das am Eingang nicht aussortiert? Es ist einfach unerträglich laut, es nervt sondergleichen. Wir sind nicht in Südamerika und wenn überhaupt dann darf es maximal eine ordentliche Trompete sein oder eine schwächere Tröte aber diese verdammten Vuvuzelas gehören in allen Stadien Deutschlands verboten und aktiv von den Zuschauern die Benutzung unterbunden. Ich hab ja bei USA-Südkorea schon einen 14jährigen mit so einem Ding angeschissen, nachdem er mir 40 Minuten lang auf 3 Metern ins rechte Ohr getrötet hat, aber Gott bewahre dass mal jemand zustimmt und sagt, dass das Ding gefälligst zu Hause gelassen werden soll. Nee. Lieber sitzen, schweigen, und sich die Ohren zuhalten.

[16:55] Deutschland – Südkorea – 5:1 – Direkt nach dem Wiederanpfiff Spiel nach vorne durch Deutschland, Schuß an die Latte durch Popp, der Ball geht hoch in die Luft, seitlich nach Rechts an den Fünfer – und eine Südkoreanerin fängt ihn mit beiden Händen auf (!). Was noch krasser ist aber ist, dass die peruanische Schiedsrichterin Silvia Reyes IMMER NOCH NICHT Elfmeter pfeifen will. Erst nachdem ihre Assistentin auf der linken Seite ihr wohl über das Mikro vehement mitteilt, dass da grad eine Spielerin den Ball gefangen hat, pfeift sie Elfmeter. Popp verwandelt durch einen Flachschuss in die linke Ecke, hat damit 9 Tore – aber sowas hab ich noch nicht gesehen. Wenn die Frau in Bielefeld nochmal eingesetzt wird, verstehe ich die Welt nicht mehr. Dass es dafür WIEDER kein Gelb gibt, verstehe ich erneut nicht. Wieso ist Handspiel kein Gelb? Wie kann es sein, dass ein Spieler den Ball fängt, weil er denkt, er wäre im Aus gewesen (und ihn auf den Abstoßpunkt legt), kein Gelb? Wenn Hand dann Gelb und Freistoß für die gegnerische Mannschaft. Wenn Hand im Strafraum dann Gelb und Elfmeter. Hab ich irgendwie die Regeln falsch verstanden? Hat sich das geändert? So ein Schwachsinn, wirklich jetzt.

[16:52] Deutschland – Südkorea – 4:1 – Abwehr durch die Deutschen nach vorne in die Mitte, resultiert in einem Fehlpass, So Yun Ji nimmt sich den Ball, tankt sich durch, tunnelt noch eine Deutsche, legt sich den Ball quer und netzt ein. Ganz schlechtes Abwehrverhalten. Ji hat damit 7 Tore und ist Alexandra Popp (8) auf den Fersen.

[16:41] Deutschland – Südkorea – 4:0 -Einwurf auf der rechten Seite, in die Mitte gespielt, nach vorne gepölt von der Abwehr, ca. 25 Meter vor dem Tor nimmt Kim Kulig den Ball mit einer astreinen Technik mit der Brust an, Dropkick wieder in die untere rechte Ecke. So Ri Moon sieht wieder nicht gerade glücklich aus aber wir kennen das ja schon… Jabulani

[16:37] Deutschland – Südkorea – 3:0 – Alexandra Popp mit einem energischen Einsatz im 16er der Südkoreanerinnen. Sylvia Arnold mit einem Schuss gegen eine Südkoreanerin, der Ball kullert quer im Strafraum, drei Abwehrspielerinnen sind sich einig “Nimm Du ihn, ich hab ihn sicher”, Popp tankt sich durch, erobert den Ball und spitzelt ihn in die rechte untere Torecke. Achtes Tor für Alexandra Popp. Super. Finale sicher würde ich sagen!

[16:19] Halbzeit – Deutschland-Südkorea – 2:0 – zwei Chancen hatten die Deutschen noch nach dem 2:0 und diese dann leichtfertig vergeben. Die Deutschen sind klar überlegen, mehr als ein paar Bälle ins Aus neben dem deutschen Tor zu tragen haben die Südkoreanerinnen nicht hinbekommen. Die Frage ist, ob Deutschland dazu in der Lage ist, das Spiel konzentriert zu Ende zu bringen. Es ist nicht heiß heute, mehr noch, es regnet in Strömen und ist lediglich 17 Grad warm. Das spricht für uns. Unkonzentriert waren die Deutschen immer nur ab der 70sten Minute, wenn es brüllheiß war.

[16:13] Schön, dass die Schiedsrichterin genau so inkonsequent Elfmeter pfeift wie im Viertelfinale. Die zwei Elfer, die wir gegen Nordkorea nicht bekommen haben für uns hätten wir jetzt schon längst gegen uns bekommen müssen. Da werden die kleineren Südkoreanerinnen mit dem Ellenbogen mal eben in den Boden gedrückt. Klar, man kann das als ganz normalen Körpereinsatz sehen aber auf der anderen Seite… na ja, beschreien wir es nicht. Ist immer noch kein Wembley-Tor und der alte Spruch, dass sich immer alles ausgleicht, trifft hier wohl zu.

[15:55] Deutschland – Südkorea – 2:0 – Schwache Abwehr direkt vor den 16er durch Yeonga Jeong und Kim Kulig zieht aus 20m direkt in die linke untere Torecke ab. Nasser Boden, Jabulani. So muss das sein.

[15:47] Kaum sprech ich’s an schon spielen sich die Deutschen den Ball locker flockig gegenseitig durch die Abwehrreihen der Südkoreanerinnen zu, Dzsenifer Marozsán auf Alexandra Popp, diese frei vor dem Tor und direkt in die Arme von So Ri Moon, die aber ebenfalls den Ball nicht festhalten kann. Schade. Aber hier muss man nicht den Kopf in den Sand stecken, da kommt noch mehr und wenn dann verunsichert es die Damen aus Südkorea nur noch mehr. Es war kein Abseits und sie stehen einfach nicht gut. Die Deutschen spielen sie schwindlig. Das hat fast A-Nationalmannschafts-Qualität hier.

[15:43] Deutschland – Südkorea – 1:0 – Was ein schönes Tor. Flanke von Links durch Tabea Kemme rechts auf den 5er,  der Ball trifft auf den Boden und Svenja Huth schafft es, ihn direkt nach diesem Auftreffen in die Kurze Ecke zu drücken. Wahnsinnige Technik. Deutschland führt – wie immer, wie bisher. In Führung liegen und das Spiel bestimmen. 15 Minuten vorbei. Das gibt jetzt hoffentlich Sicherheit. Das Kurzpassspiel funktioniert super.

[15:40] Einwurf auf der linken Seite für Südkorea an die Grundlinie von Deutschland, schnelle Drehung, Pass zurück auf Höhe des 11ers, Hae In Jung (Nummer 9) nimmt direkt aber seitlich und schießt damit Almuth Schult direkt in die Arme, die den Ball aber nach vorne abtropfen lässt. Ein Müller hätte hier abgestaubt (egal welcher, sucht Euch einen aus). Sicher wirkt das nicht von Schult aber auf der anderen Seite ist auch ein Jabulani im Spiel.

[15:35] Erste ordentliche Strafraumszene für die Deutschen. Schönes Kurzspassspiel über die rechte Seite in den Strafraum, Hegering spielt Arnold auf die Hacken und der Ball prallt von dort auf die südkoreanische Torfrau. Nicht wirklich gefährlich, aber in jedem Fall am Fünfer und ein Ausrufezeichen.

[15:11] Ich sehe gerade, dass Frau Reyes aus Peru wieder pfeift, nach der grottenschlechten Leistung beim Spiel Deutschland gegen Nordkorea. Nun ja. Die Leistung der Schiedsrichterin beim Spiel USA gegen Südkorea hier in Bielefeld war auch grottenschlecht, da hatte ich aber nicht das Gefühl, dass eine Mannschaft bevorteilt wird. Ich verstehe vor allen Dingen nicht, warum Frau Reyes zwei Mal hintereinander den gleichen Tabellenzweig pfeifen darf. Hier ist doch Manipulationen Tür und Tor geöffnet.

Vorbericht
Die Südkoreanerinnen haben in ihrer Vorrundengruppe lediglich gegen die USA verloren (in Bielefeld mit 1:0, siehe Spielbericht hier, ich war live im Stadion). Da ging es fürs sie schon um gar nichts mehr, sie waren für die nächste Runde qualifiziert und konnten das Spiel ruhig verlieren. So spielen die Südkoreanerinnen heute unverändert zum Viertelfinale, wohingegen in Bielefeld noch vier andere Spielerinnen aufliefen. Die USA sind zudem gegen Nigeria im Viertelfinale raus geflogen, welche nur Zweite in Gruppe C wurden, wohingegen Südkorea gegen die ersten der Gruppe C, Mexiko, gewannen. Südkorea ist demnach stark einzuschätzen, sie sind nicht geschwächt durch gelbe Karten und sie schießen wie Deutschland gerne viele Tore. Ich denke hier wird sich zeigen, aus welchem Holz die Deutschen geschnitzt sind. Wenn sie gegen Südkorea gewinnen ist der Turniersieg drin.

Die Aufstellungen

Deutschland
Almuth Schult – Tabea Kemme, Marith Prießen, Kristina Gessat, Bianca SchmidtMarina Hegering, Sylvia Arnold, Kim KuligSvenja Huth, Dzsenifer Marozsán, Alexandra Popp (4-3-3 und gleiche Aufstellung wie im Viertelfinale)

Südkorea
So Ri Moon – Hyun Sook Seo, Seon Joo Lim, Yeonga Jeong, Hyun Young Lee, Hae In Jung, Hye Ri Kim, Narae Kim, So Yun Ji, Min A Lee, Jin Young Kim (ebenfalls gleiche Aufstellung wie im Viertelfinale)

Die Koreanerinnen dieses Mal auch mal mit vollen Namen – die Vorschautabelle in Flash hat immer nur die Vornamen parat aber so ist das ja in Asien – da stehen die Vornamen auf den Trikots weil die Menschen sich mit Vornamen ansprechen aufgrund der vielen ähnlichen Nachnamen, und es wird zuerst der Nachname dann der Vorname genannt. Die Fifa verwurstet das aber auf zweierlei Weise. Im Liveticker werden die Vornamen, auch wenn sie zweigeteilt sind, zusammen geschrieben, z.B. Hyeri anstatt Hye Ri (Kim), und im Spielbericht steht dann KIM, Hye Ri. Das ist auch so gar nicht verwirrend. Fragt mich mal wie lange ich hier gerade gesessen habe um herauszufinden, wer von den Südkoreanerinnen im letzten Vorrundenspiel gespielt hat und dann im Viertelfinale und heute auf dem Spielbogen steht. Nicht… witzig.